Wie viel Netto bleibt vom Brutto?
Die meisten 24-Stunden-Betreuer/innen in Österreich arbeiten selbstständig (freies Gewerbe „Personenbetreuung“). Das heißt: Du bekommst deinen Tageslohn brutto und führst Sozialversicherung und Steuer selbst ab. Hier verständlich, was davon übrig bleibt.
Von deinem Brutto-Tagsatz gehen zwei Dinge weg: die SVS-Beiträge (deine Sozialversicherung) und die Einkommensteuer. Als selbstständige/r Personenbetreuer/in sind beide oft niedriger, als viele denken — wegen Freibeträgen und reduzierten Beiträgen am Anfang.
Der Weg vom Brutto zum Netto
Tageslohn × Betreuungstage. Beispiel: 75 €/Tag × rund 180 Betreuungstage im Jahr ≈ 13.500 € brutto pro Jahr. (Viele arbeiten im 2-Wochen-Turnus.)
Pension, Kranken- und Unfallversicherung plus Selbstständigenvorsorge — zusammen rund 27 % vom Gewinn. In den ersten Jahren als Neugründer/in gelten reduzierte Mindestbeiträge. Dafür bist du voll versichert (Pension, Arzt, Spital).
Bis rund 13.000 € Jahreseinkommen zahlst du in Österreich gar keine Einkommensteuer. Darüber steigt der Satz stufenweise. Zusätzlich gibt es den Gewinnfreibetrag (15 % des Gewinns bleiben automatisch steuerfrei).
Bei kleineren Einkommen bleibt oft ein Großteil übrig, weil Steuer erst spät greift. Je höher der Jahresgewinn, desto mehr gehen SVS und Steuer anteilig weg.
Grobes Rechenbeispiel
Nur zur Orientierung — deine echten Zahlen hängen von Einkommen, Jahr und Ausgaben ab.
| Brutto-Einkommen pro Jahr | ≈ 13.500 € |
| – SVS-Beiträge (rund 27 %, am Anfang reduziert) | ≈ 2.700 € |
| – Einkommensteuer (kleines Einkommen, viel steuerfrei) | ≈ 0–300 € |
| = Netto pro Jahr (ungefähr) | ≈ 10.500 € |